Wissenschaftler haben herausgefunden, dass eineinhalb Stunden Bewegung unmittelbar nach der Impfung gegen COVID-19 und Grippe die Menge an Antikörpern erhöhen

Die Studienteilnehmer fuhren nach der Impfung 90 Minuten lang auf einem stationären Fahrrad oder gingen zügig zu Fuß. In den nächsten 4 Wochen stellten Experten, die den Antikörperspiegel im Blut von ihnen und denen, die saßen oder dem üblichen Tagesablauf folgten, fest, dass das Immunsystem in der Gruppe der „Athleten“ aktiver reagierte. Die Ergebnisse der Studie wurden auch in einem Experiment mit Mäusen bestätigt, die nach einer Injektion gezwungen wurden, auf Laufbändern zu laufen.

Leichte und mittlere Belastungen bei Dauerübungen verbessern die Durchblutung und damit die Immunzellen, sodass sie Fremdstoffe leichter erkennen und aktiver darauf reagieren können. In einem Experiment an Mäusen stellte sich außerdem heraus, dass das spezifische Protein Interferon-alpha, das während des Trainings ausgeschüttet wird, die Produktion spezifischer Antikörper und Killerzellen verstärkt.

Wissenschaftler betonen, dass es in der Gruppe der "Athleten" keine Menschen mit besonderem körperlichen Training gab. Fast 50 % der Freiwilligen in dieser Gruppe waren übergewichtig oder fettleibig. Das Ziel der körperlichen Aktivität war nicht die Distanz, sondern ein Tempo beizubehalten, bei dem der Herzschlag innerhalb von 120-140 Schlägen pro Minute blieb. Aber auch kürzere Trainingseinheiten von 45 Minuten wirkten sich nach der Impfung nicht auf das Immunsystem aus. In der nächsten Arbeit versprechen die Wissenschaftler, die Dauer des stündlichen Trainings nach der Einführung des Impfstoffs abzuschätzen, aber vorerst raten sie, nach der Impfung anderthalb Stunden lang Cardio-Übungen durchzuführen.